Unsere Empfehlungen: Die Öl-Aktie Statoil aus Norwegen und ein Öl-Fonds

17. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Fonds

Die europäischen Öl-Aktien haben nach der Katastrophe im Golf von Mexiko durchschnittlich rund 25% verloren. Bei BP ist ein größerer Kursabschlag gerechtfertigt, für eine allgemeine Sippenhaft in der Branche gibt es jedoch keine stichhaltigen Argumente. Die Öl-Nachfrage wird in den nächsten Jahrzehnten sehr hoch bleiben, und die Kostenerhöhungen als Reaktion auf den Unfall werden sich ebenfallsim Rahmen halten.

Daher bieten Ihnen die Kursrücksetzer bei den Öl-Werten interessante Einstiegs-Chancen. Kaufen Sie jetzt noch die Top-Aktien aus der Branche mit „Rabatt“. Spätestens in einem Jahr wird die Kursdelle ausgebügelt sein.

Statoil: Dividenden-Perle aus Norwegen mit einem starken Großaktionär

Der Statoil-Konzern in der jetzigen Form ist im Jahr 2007 durch die Fusion der beiden norwegischen Unternehmen Statoil und Norsk Hydro entstanden. Der Staat Norwegen ist mit einem Anteil von 67% der dominierende Großaktionär. In den meisten Situationen bewerte ich einen starken Staatseinfluss bei Unternehmen negativ.

In diesem speziellen Fall ist das jedoch genau umgekehrt. Der Staat hält Statoil auf internationaler Ebene den Rücken frei. Wie bereits erwähnt, hat Norwegen durchgesetzt, dass es in der Nordsee und im Nordatlantik keinen Stopp für neue Öl-Bohrungen gibt. Statoil kann daher die meisten Projekte wie geplant umsetzen. Im Aktienkurs ist diese staatliche Rückendeckung noch nicht eingepreist, wie Ihnen der 6-Monats-Chart zeigt:

Kursabschlag von über 20% nicht gerechtfertigt

Nach dem Unfall im Golf von Mexiko war es verständlich, dass Investoren
in einer ersten Schockreaktion Öl-Aktien verkauft haben. Da sich jetzt
aber zeigt, dass Statoil kaum negative Folgen zu befürchten hat, sollte das
alte Kursniveau wieder erreicht werden.

Die Statoil-Aktie ist nach dem Unfall Ende April von knapp 19 auf unter 15 € abgestürzt. Jetzt zeigt sich aber, dass das Unternehmen keine oder nur geringe negative Konsequenzen zu befürchten hat. Nutzen Sie daher den Kurssturz zum Einstieg. Fundamental ist die Aktie sehr günstig bewertet. Wir rechnen im laufenden Jahr mit einem Gewinn je Aktie von rund 1,80€. Bei Kursen um 15,50 € liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei unter 9. Ein KGV von 10 bis 12 ist auf Jahressicht auf jeden Fall angemessen.

Hinzu kommt die sehr attraktive Dividenden-Rendite. Für das laufende Jahr wird eine Dividende in Höhe von 0,80 € je Aktie erwartet. Das ergibt eine Dividenden-Rendite von 5,2%. Mit diesem Wert schlagen Sie aktuell die Renditen von Bundesanleihen um 100%. Selbst ohne „Kursfantasie lohnt sich daher dieses Öl-Investment.

Unsere Empfehlung: Kaufen Sie die Statoil-Aktie über Xetra oder die Börse Frankfurt bis zu einem Kurs von 16,50 € (aktueller Kurs: 15,50 €).

Dieser Öl-Aktien-Fonds hängt den Vergleichsindex ab

Die Öl-Branche hat in den vergangenen Jahren eine Achterbahnfahrt erlebt. Das zeigt die Ölpreisentwicklung seit 2002: 20 US-$ je Barrel, Anstieg auf 150 US-$, Absturz auf 40 US-$, Erholung auf 80 US-$. Daher erstaunt es nicht, dass auch die Aktien der Öl-Förderer wilde Zeiten hinter sich haben. Hinzu kam 2010 die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. In einem solchen Umfeld, das kurzfristig völlig unberechenbar ist, haben es Fondsmanager schwer, den Markt zu schlagen. So verwundert es nicht, dass die meisten aktiv geführten Fonds relativ schlecht abschneiden. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Fonds „Equity Europe Energy Classic“ von BNP Paribas, der in europäische Energie-Werte investiert.

Im 5-Jahres-Rückblick kommt der Fonds trotz der Crash-Phase 2008/2009 und des Rücksetzers ab April 2010 auf eine positive Performance von +12%. Zum Vergleich: Der Vergleichsindex hat im gleichen Zeitraum 12% verloren.Der Fonds hat den Index um 24 Prozentpunkte abgehängt und lag in dieser Zeit immer besser als der Index.

Kursabschlag fast schon wieder aufgeholt


Auch der Fondskurs hat von April bis Juli unter der Öl-Katastrophe gelitten.
Anschließend setzte aber schnell eine dynamische Erholung ein.

Die Top-Werte aus dem Fonds sind: BG, Royal Dutch, Total, BP, Tullow Oil, Saipem, Repsol, Cairn Energy, Seadrill und Vopak. Die Fondsmanager kombinieren große und
mittelgroße Öl-Förderer und mischen auch Öl-Service-Unternehmen bei. Das ist ein sehr aktiver Investment-Ansatz. Dennoch halten sich die Gebühren in Grenzen. Die Gesamtkostenquote (auch Total Expense Ratio oder kurz TER genannt) liegt bei 1,78%. Den Ausgabeaufschlag in Höhe von 5% können Sie sich sparen, wenn Sie den Fonds kostengünstig über eine Börse kaufen.

Unsere Empfehlung: Kaufen Sie den Fonds über die Börse Frankfurt mit einem Limit von 190,00 € (aktueller Kurs: 182,32 €)..

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